Integrationsfirmen

Integrationsfirmen

Ein Integrationsunternehmen ist ein juristisch selbstständiger besonderer Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes. Er zeichnet sich durch die Besonderheit aus, dass er wirtschaftliche Ziele verfolgt und gleichzeitig dauerhaft auf einem großen Anteil (25–50 %) seiner Arbeitsplätze Menschen mit Behinderung beschäftigt. Integrationsunternehmen zählen genauso wie Integrationsbetriebe und Integrationsabteilungen zu den Instrumenten des SGB IX zur dauerhaften beruflichen Integration behinderter Menschen.

2005 gab es in Deutschland 700 dieser Betriebe mit mehr als 25.000 Arbeitsplätzen, davon etwa 13.000 für Menschen mit Behinderung. Davon sind ab 2001 (nach der Verankerung der Integrationsprojekte und entsprechender Nachteilsausgleiche im SGB IX) 8.000 Arbeitsplätze entstanden.

Integrationsunternehmen werden von ihren Eignern in eigener unternehmerischer Verantwortung geführt und erhalten Nachteilsausgleiche aus der Ausgleichsabgabe für den besonderen Aufwand, der mit der Beschäftigung eines hohen Anteils an Menschen mit Behinderung verbunden ist. So beschäftigen sie im Regelfall 25 % bis 50 % Menschen mit Behinderung auf tariflicher Basis oder auf unbefristeten Arbeitsverträgen mit zumindest ortsüblicher Entlohnung.

Integrationsprojekte sind in den Paragraphen 132 ff des SGB IX definiert. Dort sind auch die näheren Bestimmungen über Personenkreis und Förderungen geregelt. Dem Gesetzgeber ist wichtig, dass auch privatwirtschaftliche Betriebe motiviert werden sollen, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen, z. B. in Integrationsabteilungen und -betrieben; auch privatwirtschaftliche Betriebe können ausdrücklich die entsprechenden Nachteilsausgleiche für Integrationsunternehmen und Integrationsprojekte[1] in Anspruch nehmen.

Bundesverband der Integrationsunternehmen ist die BAG Integrationsfirmen e. V.. Der Bundesverband vertritt die Firmen in dem im SGB IX definierten Beirat für die Teilhabe[2] behinderter Menschen. Auf europäischer Ebene arbeiten die Integrationsunternehmen im Rahmen der CEFEC zusammen.

Die BAG Integrationsfirmen betreibt mit der FAF gemeinnützige GmbH eine nationale Stützungsstruktur und Beratung für alle sozialen Unternehmer, welche ebenfalls dauerhaft Menschen mit Behinderung auf Basis regulärer Arbeitsverträge beschäftigen wollen.(Quelle: BAG)

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Eine Antwort zu Integrationsfirmen

  1. sprachportal schreibt:

    Reblogged this on oekonomie-zum-leben and commented:
    Es gibt Soziale Wege der Unternehmensführung:

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