Rehabilitationsparadoxon

Hier ist was zum Nachdenken:

Die Zahl der Rehabilitierten Menschen mit Psychischen Beeinträchtigungen- gemessen in der Rückkehr auf den Ersten Arbeitsmarkt, liegt gegenwärtig bei unter 10 Prozent.

Mögliche Antworten darauf:

  • Die Kranken sind sicherlich zu krank. (der Neurologe)
  • Die Kranken wollen nicht (Arge- Mitarbeiter)
  • Die Kranken kosten zuviel (Rentenversicherung und Kommunen)
  • Wie sieht es mit der Qualität der Rehabilitationsprogramme aus (Vernünftige Frage… )

Die „Kranken“ würden gerne ,aber nicht alles auf einmal… Stufenweiser Einstieg ist das Zauberwort. (Antwort einer Expertin aus Erfahrung)

Mehr dazu mit der Hoffnung auf Änderung:

Ein „Rehabilitationsparadoxon“
Eine „gute Prognose“ ist häufig eine notwendige Voraussetzung für die Gewährung einer Rehabilitationsmaßnahme. Doch Menschen mit psychischen Behinderungen sind häufig nur schwer in der Lage, diesen psychischen Druck, der auf Grund einer solch „guten Prognose“ entsteht, psychisch angemessen zu bewältigen. So scheitern sie, obwohl zahlreiche Untersuchungen belegen,
dass Menschen mit einer psychischen Behinderung sehr gut rehabilitierbar sind, wenn sie nicht unter Erfolgsdruck stehen. Die
krankheitsbedingte Beeinträchtigung, nicht angemessen mit Belastungssituationen umgehen zu können, verhindert somit den Erfolg der Rehabilitationsmaßnahme, die ohne Erfolgsdruck durchaus erfolgreich hätte sein können. DiesesRehabilitationsparadoxon wird häufig nicht beachtet. Somit werden durch die gesetzlichen Regelungen Barrieren geschaffen, obgleich die gesetzlichen Regelungen einen barrierefreien Zugang zu r Rehabilitation vorsehen.
Dieses Paradoxon – es werden Fähigkeiten vorausgesetzt, die erst erworben werden sollen – trifft besonders die wenig leistungsfähigen chronisch psychisch kranken Menschen. Sie sind in dem ganzen Reigen der Bildungs-, Trainings-, Vermittlungs-, Qualifizierungs- und Rehabilitationsmaßnahmen kaum oder gar nicht berücksichtigt.
Die Eintrittskarte für den Zugang zu Leistungen der beruflichen Eingliederung heißt: Vollzeit-Arbeitsfähigkeit mit Perspektive „Allgemeiner Arbeitsmarkt“. Im Zeitumfang oder  in der Zielperspektive abgespeckte Angebote gibt es kaum.
(Quelle: zuverdienst-handbuch) Selbst in den Werkstätten für psychisch kranke und behinderte Menschen gibt es oft strenge Arbeitszeitvorgaben…
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