Hochsensibles Netzwerk

http://mymonk.de/hochsensibel-interview-mit-jutta-boettcher/

 

Jutta Böttcher ist Gründerin und Geschäftsführerin von AURUM CORDIS, dem ersten und bundesweit einzigen Kompetenzzentrum bzw. Netzwerk für hochsensible Menschen.

Wie kam es zur Gründung von Aurum Cordis?

Meine eigene Hochsensibilität hat sich über lange Zeit in ihrer Ausprägung als Krankheitsdisposition gezeigt. Ich passte in kein Klischee und musste mich ständig erklären. Auch meine beiden Töchter, die ebenfalls hochsensibel sind, empfanden sich selbst als „irgendwie anders“. Es hat mich immer tief betroffen, dass Eltern aufgrund ihrer Sorge um die Zukunftschancen ihrer Kinder diese eher als „Problemfall“ sahen, statt in sie zu vertrauen. Irgendwann glauben die Kinder dann selbst, dass etwas mit ihnen nicht stimmt und gehen mit dem Bewusstsein eines Mangels ins Leben.

Durch das Buch „ zart besaitet“ von Georg Parlow erkannte ich die Ursache hinter mei-ner Leidensgeschichte und der vieler anderer Menschen, die ich kannte. Den Weg, damit umzugehen, hatte ich in den vielen Jahren über Meditation und Kontemplation gefunden.
Er schenkte mir auch ein tiefes Gefühl für das Wunderbare im Menschen, das nur dann blühen kann, wenn es gesehen wird und Wertschätzung erfährt. Ich beschloss, einen Ort zu schaffen, an dem „ anders zu sein“ richtig ist, einen Ort des Ankommens nach einer häufig langen und schmerzhaften Odyssee.

Was ist das Besondere, die Einzigartigkeit dieses Kompetenzzentrums?

Aurum Cordis ist ein Netzwerk von Menschen mit ganz unterschiedlichen Fachkenntnis-se und Perspektiven zum Thema Hochsensibilität. Die Netzwerker sind selbst hochsen-sibel und setzen diese Gabe ihrer ausgeprägten Empfindungsfähigkeit neben ihrer jewei-ligen fachlichen Professionalität zum Wohle der Klienten ein. Aus der Vernetzung entsteht zudem ein „ Mehr“ an Kompetenz. Zum Beispiel kommen die Erfahrungen des integral mit Hochsensiblen arbeitenden Psychotherapeuten auch dem Mediziner zugute und umgekehrt.

Aurum Cordis ist ein spirituell geführtes Unternehmen. Die Authentizität unserer Arbeit die in einem Code of Honour ihren Ausdruck findet und über einen intensiven unternehmensinternen Dialog gepflegt wird, ist der Wachstumsimpuls, auf den wir vertrauen.

Aurum Cordis  ist ein Social Entrepreneur, ein soziales Dienstleistungsunternehmen, das sich Gewinn erzielend für die Wahrnehmung und Akzeptanz des Themas Hochsensibilität in der Gesellschaft einsetzt.

Wer kann oder soll sich an das Zentrum wenden?

Laut der amerikanischen Psychologin und Psychotherapeutin Elaine Aron sind wahrscheinlich zwischen 15 und 20 % der Menschen hochsensibel. Hochsensibilität ist keine Störung, sondern beschreibt eine Temperamentsausprägung, die sich durch das ganze Leben zieht. Wie alle Menschen sind hochsensible Menschen einer ständig wachsenden Flut von Informationen ausgesetzt. Sie treffen bei ihnen jedoch auf ein reduziertes Reizfiltersystem, so dass der größte Teil der Reize im Bereich des Bewussten bleibt und auch so verarbeitet werden muss. Das erfordert sehr viel Energie. In der Stressbelastung, die sowohl durch die Notwendigkeit zur intensiven Reizverarbeitung wie auch durch den Anpassungsdruck an gesellschaftliche Systeme entsteht, liegt die Krankheitsdisposition von Hochsensibilität vor.

Aurum Cordis wendet sich an Menschen in allen Lebensbereichen. Zu uns kommen betroffene Einzelpersonen wie auch „ hochsensible“ Familien. Wir wünschen uns, den Kontakt zu Unternehmen intensivieren zu können, um auch im Bereich der Personalverantwortlichen über dieses Phänomen und den besonderen, damit verbundenen Chancen für ein Unternehmen informieren und auch begleiten zu können.

Was erwartet die Interessierten?

Die Interessierten erwartet zunächst einmal der geschützte Raum, um sich öffnen und mit dem Phänomen Bekanntschaft machen zu können. Dieser Prozess ist oftmals sehr berührend, weil es für viele nach langer Suche das erste Mal ist, sich in ihrer tiefen Empfindsamkeit angenommen zu fühlen, statt als „ Sensibelchen, Hypochonder oder Spaßbremse“ bezeichnet zu werden.

Für manche reicht dieses erste Gespräch. Für sie findet dabei ein erleichterndes „Reframing“ statt und ein anderer Blick auf sich selbst wird möglich. Bei anderen ist dieses erste Gespräch von vornherein als Anamnese angelegt, basierend auf einem umfangreichen Fragebogen. Nach Abschluss eines solchen Gespräches wird gemeinsam mit dem Klienten überlegt, wo die individuellen Schwerpunkte einer weiteren Begleitung liegen sollten. Dies kann ausschließliche Einzelbegleitung sein. Aber auch Gruppenprozesse sind wichtig, die sowohl im Coaching eingebaut wie auch in Seminaren zu wichtigen Themen der Hochsensibilität erfahren werden können.(…)

 

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