Psychojargon untersuchen

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Bei dieser Barriere handelt es sich um eine Redeweise, die ich als “Psycho-Jargon” bezeichne. Unter diesem Jargon ist eine Sprachvarietät zu verstehen, die Merkmale der Alltagssprache und von Fach-Terminologien vermischt – und zwar in einer Weise, die eine umfassende, ein gründliche und ehrliche Reflexion des eigenen Innenlebens und des eigenen Umfelds beinahe unmöglich macht.

Dies beginnt bereits mit dem Begriff der “psychischen Krankheit”, der als unausgesprochener oder ausgesprochener Sinnstifter in die thematischen Felder aller anderen Begriffe hineinwirkt – und zwar in einer Weise, die unausweichlich Verwirrung stiftet. Eine Krankheit erfahren wir als ein leibliches Geschehen, das uns widerfährt, das wir nicht in bewusster Absicht herbeigeführt haben, dass wir nicht direkt beeinflussen oder gar kontrollieren können und zu dessen Überwindung wir des Arztes bedürfen, sofern es sich um eine ernsthafte, nicht schnell vorübergehende Störung handelt.

Ich habe hier bewusst nicht körperliches, sondern leibliches Geschehen geschrieben, um hervorzuheben, dass wir Krankheit als bezogen auf unsere subjektive Repräsentation des Körpers erfahren. Maurice Merleau-Ponty unterscheidet zu Recht zwischen Leib und Körper und sieht im Leib eine vermittelnde Instanz zwischen Körper und Geist. …

 

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