Sanktionen- Studie

http://www.neues-deutschland.de/artikel/921254.studie-zeigt-verheerende-folgen-von-sanktionen.html

Aus Sicht der Betroffenen, so die Studie, sind die verhängten Sperrzeiten des Bezugs von Transferleistungen nur etwa zur Hälfte gerechtfertigt. Jeder Zehnte wurde offenbar nicht über mögliche Rechtsfolgen eines Verstoßes gegen die bürokratischen Auflagen der Arbeitsagenturen und Jobcenter informiert. Etwa 20 Prozent derer, die nur schriftlich über die Konsequenzen in Kenntnis gesetzt wurden, haben dies nicht verstanden. In »nicht unerheblichem Maße werden die Sperrzeiten von den Arbeitslosen jedoch bewusst in Kauf genommen«, heißt es in der Studie allerdings auch.

Bereits bei einer einwöchigen Sperrung des Arbeitslosengeldes gerät über die Hälfte der Betroffenen »sehr« oder »eher« in finanzielle Schwierigkeiten. Über die Hälfte der im Rahmen der Studie Befragten erklärte, sich wegen der Sanktionen einschränken und auf Dinge verzichten zu müssen. Bis zur Hälfte der Betroffenen mussten Schulden bei Freunden oder Verwandten machen. In vielen Fällen konnten sanktionierte Erwerbslose Strom und Miete nicht mehr pünktlich zahlen, bei den unter 25-Jährigen wurde zudem deutlich, dass an warmen Mahlzeiten gespart wurde.

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