Mindestlohn für alle

Ralf Niederreiter, der als Geschäftsführer einer solchen Werkstatt tätig ist, machte in einem Zeitungsinterview klar: „Hier wird nicht gebastelt – die Werkstätten sind ein wichtiger Teil des Wirtschaftskreislaufes!“

Das Problem: Diese Menschen bekommen dafür keinen Mindestlohn. Meine Tochter verdient zum Beispiel im Schnitt rund 120,00 EUR monatlich in der Werkstatt. Das ist sehr weit entfernt, von den 8,50 EUR, die im Mindestlohngesetz vereinbart wurden. 

Sie ist zwar aufgrund einer Lernbehinderung für den 1. Arbeitsmarkt nicht zugelassen, in der Werkstatt und bei Leiharbeiten verrichtet sie jedoch ganz normale, körperlich anspruchsvolle Arbeit. Meiner Tochter und unzähligen anderen Menschen bleibt der Mindestlohn verwehrt. Die Begründung: Die Werkstättenbeschäftigten stehen in keinem Angestelltenverhältnis. Sie bekommen lediglich eine Aufwandsentschädigung. Häufig spricht man deshalb von einem „Taschengeld für Vollzeitbeschäftigte“.

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